Meventi Erlebnisgeschenke Relaunch

Gemeinsam für mehr Weniger.

Das Angebot von Meventi umfasste tausende Erlebnisse und nebenbei noch Angebote für Hotels, Reisen und vielem mehr. Die User-Experience musste besser werden. Ein zentraler Fokus dieses Relaunch-Projekts war es deshalb, alles minimalistischer zu machen.

team spirit

Das Projektteam bestand aus insgesamt drei Programmierern bei Meventi und einem externen Designer, den ich ins Projekt brachte. Die Projektleitung teilte ich mir mit dem Online-Marketing-Manager von Meventi. Warum dieses Projekt für uns alle und vor allem auch für mich sehr lehrreich war, möchte ich Ihnen in diesem Artikel näher erklären.

1. Hallo

Alles begann mit dem Kick-Off-Briefing direkt bei Meventi vor Ort. Wir saßen in dem kleinen, verglasten Meeting-Raum des Startups. Um uns herum klingelten unablässig Telefone. Mit am Tisch saßen mein Projektleitungskollege von Meventi, der Head-Developer, sowie der Geschäftsführer. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde starteten wir damit, die Ziele des Projekts klar zu definieren. Im Kern ging es vor allem darum, dass Meventi seine Website - und damit seinen Hauptvertriebskanal - seit seiner Gründung noch nie überarbeitet hatte. Das musste sich jetzt ändern, um in Sachen User-Experience und Professionalität zu den Platzhirschen des Marktes (Jochen Schweizer, MyDays & Co.) aufschließen zu können. Denn Meventi.de funktionierte noch nicht einmal auf Tablets oder Smartphones.

Ich hatte mir bereits vor diesem Kick-Off einen ersten Eindruck verschafft und einige Gedanken gemacht. Wenn wir Meventi wirklich besser machen wollten, mussten wir es nicht nur schöner, sondern vor allem auch einfacher machen. Alleine das damalige Menü mit seinen unzähligen Kategorien sprach für sich:

Animiertes GIF Menü von Meventi im Jahr 2013
So sah das Meventi-Menü 2013 aus. Viel Potential für Minimalismus.

Hier noch ein paar weitere Screenshots der alten Webseite. Fragen Sie sich einfach mal selbst, ob Sie dort gerne ein Erlebnisgeschenk gekauft hätten:

Wie Sie sehen: Viel Potential für Minimalismus.
Aber: Etwas Kompliziertes und Komplexes einfach zu machen ist eine Kunst für sich, die viel Arbeit erfordert. Also los geht's!

2. Erst mal tief durchatmen

Nach der Informationsflut des Kick-Offs sortierte ich zunächst einmal meine Gedanken und Eindrücke. Ich hatte es definitiv mit einem anspruchsvollen Projekt zu tun.
Meventi bot nicht nur tausende Erlebnisgeschenke, sondern auch Hotels und Flugreisen an. Das Unternehmen hatte auch diverse individuelle Kooperationen mit anderen Unternehmen und immer wenn ich dachte ich hätte jetzt alles gesehen und verstanden, ploppte auf Kundenseite ein neues Thema auf und das ging auch so bis zum Ende des Projekts weiter.
Aber das Wichtigste war, dass wir jetzt erst einmal einfach anfingen, die Dinge besser zu machen. Also atmete ich einmal tief durch und begann damit, meventi.de in seine gröbsten Bestandteile zu zerlegen und diese zu priorisieren. Hotels, Flugreisen & Co. wurden also erst einmal nach hinten gestellt und der Fokus lag jetzt ganz auf den Erlebnissen selbst und dem dazugehörigen Bestellprozess.
Zu diesem Zweck setzte ich mich mit meinem Projektleitungskollegen zusammen und gemeinsam hinterfragten wir nahezu alles. So entstanden dann schnell erste Skizzen und wir erkannten unter anderem, dass wir das komplizierte Menü durch eine einfache Suche ersetzen wollten.

3. Und jetzt noch bunt, bitte.

Als wir einige Tage durchgehend diskutiert, analysiert, priorisiert, Ideen gehabt, wieder verworfen und schlussendlich doch zu einem stimmigen Konzept zusammengestellt hatten, wurde es Zeit, den Designer zu aktivieren und mit dem Reindesign zu starten.
Sebastian, der Designer erstellte ein sehr elegant-einfaches Design nach unseren Vorgaben und in den kommenden Wochen arbeiteten wir ständig parallel. Während neue Reindesigns entstanden, produzierten wir gleichzeitig weitere Skizzen, die ihm als Vorlage dienten. Hier ein paar Beispiele der fertigen Designs:

4. Jetzt noch schnell programmieren

Tja, wenn das nur so einfach gewesen wäre. Denn ab hier wurde das Projekt der sehr lehrreichen Zeit, wie ich es zu Beginn angesprochen hatte.Neben dem Orchestrieren von Kunde, Designer und Programmierern, sowie dem Erstellen des neuen Gesamtkonzepts für Meventis Webseite, hatte ich außerdem die Aufgabe ein Basis-Template zu programmieren. Zwei Wochen lang versuchte ich, der Mehrfachbelastung gerecht zu werden und gleichzeitig mit der Programmierung fertig zu werden, doch schlussendlich musste ich lernen, dass ich zum ersten Mal in einem Projekt an meine absolute Leistungsgrenze gestoßen war. Seitdem ist mir so etwas nie wieder passiert.
Ich suchte also das Gespräch mit Meventi und entschuldigte mich, dass ich den Programmier-Teil in diesem Projekt leider nicht in einem annehmbaren Zeitrahmen fertigstellen könne und ihn deshalb abgeben müsse. Was ich bis dahin geschafft hatte, war jedoch gut genug, dass Meventis Programmierer darauf aufbauen und den Rest meines Programmier-Teils übernehmen konnten.
Da mein sportlicher Ehrgeiz es gar nicht leiden kann, etwas nicht zu schaffen, half ich dann noch deutlich über mein ursprüngliches Angebot hinaus bei dem Projekt mit und es entstand sogar ein Folgeauftrag für die folgenden Monate.

5. 360°-Schmankerl

Bereits von Anfang an stand die Frage im Raum, wie wir einen kleinen Teil der angebotenen Erlebnisse auf PC, Tablet und Smartphone erlebbar machen könnten. 360°-Video war 2013 noch eine sehr neue Technologie, aber dank guter Entwickler konnten wir tatsächlich für viele Top-Erlebnisse 360°-Videos produzieren und auf Meventi.de anbieten. Hier ein Beispiel-360°-Video, das ich der Einfachheit halber über den YouTube-Player einbinde:

5. Ende gut, alles gut

Gemeinsam schafften wir es, Meventi einen komplett neuen Anstrich zu verpassen. Doch in Wirklichkeit war es noch viel mehr als das. Nicht nur das Aussehen der Website hatte sich über die Monate deutlich verbessert, sondern auch die gesamte Technik dahinter. Meventi hatte jetzt unter anderem eine intelligente Suche, die für fast jede Eingabe sinnvolle Ergebnisse liefern konnte.
Nach dem Relaunch zeigte sich auch die erhoffte stark positive Veränderung der Umsatzzahlen, was zu einem signifikanzen Anteil auf unsere gemeinsame Leistung zurückzuführen war.
Zu guter letzt wurde ich dann sogar noch von Meventi auf ein Team-Event eingeladen. Es gab mehrere Teams und ich saß ganz vorne in einem der Wok-Bobs, als wir mit fast 100 km/h durch diverse Steilkurven rasten:

Work-Racing 2013 mit Meventi Unschärfe als Identitätsschutz der Personen
Unser Wok-Racing-Team - schwer genug für 97,3 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Update 2017

Leider meldete Meventi 2017 Insolvenz an. Ich wünsche jedem Teammitglied alles Gute für die Zukunft und dass diese Veränderung neue Türen für neue, spannende Erfahrungen öffnet!

Los geht's!

Fragen kostet nichts

Alles beginnt mit einer ersten Nachricht, einem ersten Treffen und gemeinsam entstehen tolle Erfolgsgeschichten daraus.

Ich schreibe dir jetzt einfach mal